B E R G H E I M A T

Samstag, 19. September 2009

' Weg zur Sonne ' Hirschbichlkopf

Servus,
mal wieder was Neues - diesmal eine tagesfüllende Unternehmung, eher für den Alpinen Kletterer :

' WEG ZUR SONNE ' durch die Hirschbichlkopf Nordwand 2278m  im Wetterstein

 
Der Weg

Ca. 600 Hm     16 Seillängen     VI- Stellen meist IV bis V      Kletterzeit ca. 4-6 Stunden
60 Meter Seile + 10 Exen + Klemmkeilset

Alpine Kletterei in einsamer, unbekannter Wand. Keine Plaisierroute, im leichteren Gelände teilweise größere Hakenabstände. Abgesichert mit 74 Spreizankern 10mm. Bis zum Ende der 9ten Seillänge je 2 Standhaken ( abseilen möglich - aber nicht ratsam ),  weiter in den nun folgenden leichteren Seillängen nur noch je 1 Standhaken mit Schlinge.

! Meist lange Seillängen = teilweise Zwischensicherungen verlängern ! In der 8.ten Seillänge : Die erste Exe nach klicken der zweiten Exe wieder aushängen / oder in Halbseiltechnik gehen ... wg. Seilzug !

!  Falls schon eine Seilschaft in der Tour ist, besser warten bis diese zum markanten Grasfleck ( Latsche ) aufgestiegen ist ( Stand der 6.ten Seillänge - beim Zustieg zu sehen ) wg. Steinschlag, oder verzichten !

Teilweise längere, leichtere Passagen ohne Sicherungsmöglichkeit - die schwierigeren Stellen hingegen gut abgesichert ! Eine eher ernsthafte Unternehmung für Kletterer die auch mal in nicht so festem Fels weiter über den nächsten Haken hinaus klettern können.
 
Erstbegehung am 19.9.2009 von Daniel Hirsch und Hannes Steiner, nach einem Tag Vorarbeit, von unten.

Zufahrt: Von Garmisch kommend, auf der Bundesstraße in Richtung Mittenwald, bis nach Klais. Hier rechts ab und über die Mautstraße ( 3 Euro ) nach Elmau 1005m , bis zum letzten Parkplatz ( Weg zum Schachen ).

Unterer Teil

Bei der Arbeit


Oberer Teil / 8 + 9 S.L.



Zustieg: Nun auf der Forststraße mit dem Rad'l Richtung Schachen - Meilerhütte und hinauf zur während der Weidezeit bewirtschafteten Wettersteinalm 1464m ca. 45 Minuten ( zu Fuß ca.1,5 Stunden ). Hinter der Alm auf Steig, anfangs kurz steiler, anfangs durch Latschen in Richtung Schachentor.  Schon bald erblickt man linkerhand schon die Hirschbichlnordwand, nun flacher über schöne Blumenwiesen bis zum ersten markanten Schuttstrom. Nun am linken Rand des Schuttstroms hinauf zum tiefsten Punkt der Wand. Einstieg am Schneefeld ( bis Hochsommer ) bei einem roten W. ca. 30 Minuten von der Wettersteinalm.

Klettertour: Lt. Topo

 
Abstieg: Vom kreuzlosen Gipfel weglos gerade durch schrofiges Gelände nach Süden hinab  ( ca. 100Hm - leicht aber steil ), hier weiter weglos nach rechts absteigen - sich den besten Weg suchend durch blockiges Gelände zum bereits sichtbaren Wanderweg. Über diesen nun, zwischen Frauenalpspitz und Hirschbichlkopf, teilweise drahtseilversichert ... steil hinab. Nun kommt man wieder auf den Wanderweg Schachentor - Wettersteinalm und folgt diesem nach rechts hinab zur Alm ca. 1 Stunde . Radlabfahrt oder Abstieg, nach obligater Einkehr, ins Tal.

Viel Spaß und obacht geben !!

Gruß Daniel, gearbeitet mit Hannes

Kommentare:

  1. Hallo Daniel,

    von dem Hannes liest man schon seit Jahren nichts mehr. Ist dem was zugestoßen?

    Danke schon mal,

    Rainer

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  2. Servuas Rainer,

    mit dem Hannes ist soweit alles klar. Nur hat sich inzwischen 2-facher Nachwuchs bei ihm eingestellt und so kommt er leider zeitlich nicht mehr zum Klettern !! ER hat sich mehr auf das Radln eingestellt, da ist er zeitlich flexibler. Ich hoffe natürlich sehr das er in naher Zukunft mal wieder mehr Zeit für's Kraxln findet. Lassen wir uns überraschen - er war immer ein toller, zuverlässiger Seilpartner.

    Gruß Daniel

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  3. Servus Rainer,

    na, es ist (Gott sei Dank) alles in bester Ordnung. Aber wie Daniel schon schreibt, wurden meine Bergaktivitäten mehr familienkompatibel. Was nicht heißt, dass ich viel weniger mache (klar ein paar Kompromisse muss man eingehen) aber halt zeitlich mehr dem Familienmanagement angepasst.

    Ich bin meistens recht früh unterwegs - um dann auch früh wieder daheim zu sein. Und meistens unternehme ich meine Touren allein - um ungebunden und schnell zu sein. Und dann, das ist mir auch sehr wichtig, ist ein Tag am Wochenende (in der Regel der Sonntag) ausschließlich für die Familie reserviert - und natürlich auch fast ausschließlich in den Bergen.

    Also Familie und Berg lässt sich sehr gut vereinbaren. Etwas Kreativität und Kompromissbereitschaft und dann lässt sich sehr viel machen.

    Viele Grüße
    Hannes

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