B E R G H E I M A T

Dienstag, 3. Oktober 2017

Wer geht schon auf den GUGGER ? Ich

Servus,


wollte den heutigen Feiertag mit einer Tour in den einsamen Teil der Ammergauer begehen. Doch das grauslige Regenwetter ließ meine Pläne anfangs eher als eine Utopie erscheinen. So vertrödelte ich den Vormittag gemütlich zu Hause. Das Regenradar beobachte ich jedoch weil ... die Hoffnung stirbt zuletzt ! 
 
Anders als gedacht : Latschenkampf mit Sonne
Das Regengebiet zog nach Osten und versprach ab ca. 13 Uhr trockene Verhältnisse. So startete ich um kurz nach 12 Uhr in MCHN. Regen bei der Hinfahrt mit abnehmender Tendenz aber ‘ des werd scho ‘.



Start ohne Regen und bei teilweise blauen Lücken am Himmel am Monsterbau bei Ammerwald. 
Wie bekommt man für SOWAS eine Baugenehmigung ??
Auf Forstweg über den Auslauf des Kuhkarbachs ...

... und kurz danach über den angeschwollenen Kalbelekarbach. 

Jetzt weglos rechts ab ... kurz auf einem schlammigen Holzrückweg um danach gerade durch den steilen Wald aufzusteigen. 
 
Ab und zu kaum sichtbare Trittspuren ... 

... diese leiten zu Jägerständen. Bald schon war das gut gangbare Gelände Vergangenheit und Latschen versperrten den weiteren Aufstieg. 
 
Schnell machte ich Höhe ( bis jetzt ) drunten das Ammertal
Nun im Nahkampf über, unter und zwischen dem Gestrüpp empor. Bald schon hatte ich mein erstes Ziel erreicht, den untersten Gratbuckel Pkt. 1637 m. 
Aussicht hinüber ins Wetterstein
Im nächsten Aufschwung ...
Pkt. 1637 darüber die Geierköpf
... sichtete ich rechts freies Gelände, also durch Latschen dort hinüber. Fein war es hier ohne Turnerei Höhe zu machen ! 

Die Freiflächen endete im obersten Teil am Grat, zwar erwartete mich hier die Sonne aber der Weiterweg über den Ostrücken bestand weiterhin nur aus Latschen. 
 
Da kommt Freude auf !! Noch nicht der Gipfel  ... omei omei
So nahm ich nochmals den Kampf auf : über, unter und meist nur kurz durch Gassen werkelte ich mich hinauf. Meine Hände, Hose, Jacke und auch der Rucksack hatten Dank der teils nassen Latschen schon Tarnfarbe angenommen ! 
 
Blick hinunter zum späteren ersten Teil meines Abstiegs
Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte ich endlich den freien Vorgipfel mit Steinmann.
 
Blick zurück zum obersten Abschnitt meiner Turnstunde

Nun noch kurz ( Latschen ) hinauf zum Haupfgipfel des Gugger 1863 m. 
 
Blick zum Plansee



Der kleine freie Vorgipfel
Hier gibt es ein Gipfelflascherl ... laut dem Hefterl im inneren machte ich heute die 4. Begehung in 2017 !! Bei dem abgelegenen Ziel, ohne richtigen Aufstiegsweg eigentlich kein Wunder.

Eigentlich wollte ich noch auf den Kreuzkopf aber die Uhr sagte was Anderes – also Abstieg.

Noch ein Stück westlich, natürlich wieder durch, über Latschen bis sich in einer Scharte die Möglichkeit ergab rechts ins Kalbelekar abzusteigen. 

Was für eine Wohltat – Abstieg durch das steile Grasgelände bis zum flachen Wiesenabsatz mit Bacherl.
 
Blick zurück

Jetzt geht es links hinüber
Hier beginnen gut sichbare Trittspuren, diesen folgte ich nun nördlich ... 
 
Da drüben war ich noch vor Kurzem
... um den Ostrücken des Kreuzkopf herum hinüber ins Kuhkar. Den ersten Schuttstreifen hinunter ... 

... hier beginnt eine Wegspur. Diese leitete mich, stets gut sichtbar hinunter ...

... bis ich den Kuhkarbach erreichte. 

Über diesen hinüber, am Grenzstreifen vorbei und gerade abwärts zum Hotel.



-- Anstrengende Runde mit mühsamen 900 Hm / insgesamt gute 4 Stunden

-- Wird wohl kaum jemand wiederholen !?

-- Gute 400 Hm Latschenkletterei

-- Von oben blieb es trocken, alles andere war gut nass

-- Ich traf und sah niemand



KARTE   

Gruß Daniel

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