B E R G H E I M A T

Sonntag, 20. April 2014

Hinterer Tajakopf

Servus,



heute vormittags war nochmal ein Schönwetterfenster vorhergesagt : also nicht’s wie raus. 
 
Fein war's heut

Da der Schnee der letzten Tage schon wieder gewaltig auf dem Rückzug ist suchte ich mir, für die Fahrt ins Tal ... etwas mit Piste heraus ( für das letzte Stück der Abfahrt ). 

Für den Aufstieg über die wohl magere Piste zur Ehrwalder Alm ( ist schon ein ganz schöner Umweg ) hatte ich heute gar keine Lust. So entschied ich mich die Kurzski einzupacken und über den Immensteig zu Fuß aufzusteigen ( der schnellste Weg um die Barriere der Seebenwände östlich zu umgehen ). Das war im Nachhinein auch die beste Entscheidung !


 
Nach nebliger Hinfahrt die Belohnung

So folgte ich schon ein paar Minuten nach dem Start von der Talstation der Ehrwalder Almbahn ( Ostern in Betrieb / ohne Skibetrieb ) den Wegweisern nach links ‘ Immensteig ‘. Hier hatte ich meine Ruhe, das blieb auch eigentlich den ganzen Tag so. 

Ja, ja geht nur alle drüben weiter



Hier hab ich meine Ruhe

Über den aperen Steig machte ich schnell Höhe. 
 
Der Daniel über Ehrwald


Problemlose Schneeauflage

Ein paar Drahtseile erleichterten den Aufstieg über einige harmlose Felsstufen. Der Schnee wurde zwar stetig mehr, bereitete aber 0 Probleme. Nach schon einer Stunde Marsch erreichte ich die offene Unterstandshütte ‘ Ganghofer Rast ‘ am Auslauf des Brendlkars. 
 
Am Hütterl - der Igelskopf


Durch den Wald - Rücken hinauf zum ersten Absatz

Nun kamen die Ski unter die Füße ... ich spurte mir einen Weg leicht links durch den lichten Wald aufwärts. Später traf ich auf eine 2.er Aufstiegsspur von gestern. 



Dieser folgte ich nun über den schwach ausgeprägten Rücken hinauf zum ersten Absatz ...



 ... und gleich weiter zum zweiten Absatz überm Brendlsee. 
 
Mitterspitzen


Am zweiten Absatz - drüben die Neue Welt mit Wetterwand

Hier verließ ich die Spur und querte rechts den steilen Hang, der vom Vorderen Tajakopf herunter zieht, auf den dritten Absatz. 
 
Links der Igelskopf / hinten der Breitenkopf


Der Linke ist mein Ziel

Von hier geht’s nun etwas südwestlich ( rechts ) in Richtung des Hint. Tajatörls ( dieses liegt links des markanten Felskopfs ). 
 
Links außen das Hint. Tajatörl / rot - der dreieckige Felsen

Mein Ziel war ein anderes. Also immer rechts bleibend die Hänge queren bis unter einem markanten dreieckigen Felsens der im Hang rechts oben steht. In ein paar Kehren empor zu diesem und links hinaus bis zu den ersten Felsen des Südgrats des Hinteren Tajakopfs.

 
Am Skidepot / mit dem Grünstein im Hintergrund


Rechts droben der Ostgipfel / und mit Kreuz der Westgipfel

Da ab hier nur frischer Neuschnee ohne Unterlage lag machte ich das letzte Stück zu Fuß ( keine 100 Hm ). Dank frischer Stapfspuren war ich gleich droben am Ostgipfel ( kl. Holzkreuz ) 


Da zieht es mich auch noch hinüber

... aber mich lockte noch der jungfräuliche Westgipfel. Ein Stückerl hinab und drüben eine Stufe hinauf und schon war’s geschafft ( 2 kurze Drahtseile / kein großer Akt ). 



Etwas überrascht war ich schon, als im Gipfelbuch las, das die letzte Eintragung vom 2. November 2013 stammte. 
 
Drunten die Coburger Hütte


Die noch unverspurte Grünsteinscharte


Die Drachenkare in voller Pracht

Nach genießen der tollen Aussicht machte ich mich an den Abstieg zum Skidepot. 
 
Erst wieder hinüber zum Ostgipfel

Rauf auf die kurzen Latten und los ging die rauschende Abfahrt. Die Sonne hatte zwar schon etwas ‘ geweicht ‘ aber es ging super. Zwar kein Pulver mehr dafür feiner weicher Firn. 



So fuhr ich fröhlich hinab bis zum zweiten Absatz beim Brendlsee. Von hier querte ich rechts hinüber in die Karausläufer westlich des Igelskopfs. 


Drunten noch ein bisserl Slalom

Durch diese ging’s nun bis hinab bis ich auf den Weg ‘ Ehrwalder Alm – Seebenalm ‘ traf. Nun ein Stück zu Fuß ... zur Kreuzung ( rechts geht’s zum Igelssee ) – und weiter nur ein Stück den Weg leicht aufwärts ( 2-3 Minuten ) und links ab über den Höhenzug auf die schattige Nordseite. Nun wieder mit Ski abfahren ... über die breite Lichtung gerade hinab bis zum Geißbach. 
 
Die Abfahrtsvariante / erspart den Ziehweg

Hier nahm ich nochmal meine Ski in die Hand und stieg kurz über die aperen Wiesen in Richtung Ehrwalder Alm bis zum Erreichen der Restpiste



Über diese nun hinab ... bis zum bitteren Ende ... ein paar Schneelücken : überfahrbar ... die letzten 3-4 Minuten zu Fuß zum Parkplatz.





-- Aufstieg zur Ehrwalder Alm lohnt meines Erachtens nicht mehr – hässlich + zu wenig Schnee ! ( Abfahrt – geht grad noch so !? )

-- Immensteig meist schneefrei oder guter Trittschnee

-- Ab Ganghofer Rast / Höhenloipe hat es noch genug Schnee

-- Die meisten Hänge sind noch unverspurt

-- Heute feiner Firn auf tragendem Altschnee

-- Wenig los heut ( Einen kurz am Skidepot getroffen und zwei bei der Abfahrt überholt : waren im Hinteren Tajatörl )

-- Kein Steinkontakt / auf der Piste Batzkontakt !


Gruß Daniel

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