B E R G H E I M A T

Mittwoch, 23. Juli 2014

' Panoramasteig ' zum Pockkogel

Servus,
da mir heute etwas Zeit gegönnt war, nutzte ich dies und fuhr kurzentschlossen hinauf nach Kühtai. Hier droben, wo im Winter “ der Bär tanzt “, war es erstaunlich ruhig. Ein paar Touristen geisterten zwar umher aber sonst schaut’s hier droben im Sommer eher aus wie in einer Geisterstadt. Meinen Wagen ließ ich beim Komplex des Hotels Alpenrose stehen ( kost nix ). 
Ausgangspunkt Kühtai - wie ein Fremdkörper ?!
Da ich den Steig schon öfter gegangen bin wollte ich ihn heute mal anders angehen. Nicht wie gewohnt zu Fuß über die Dreiseenhütte – durch den ‘ Panoramaklettersteig ‘ auf den Pockkogel – Abstieg über den Normalweg zum Finstertaler Stausee – und wieder hinab nach Kühtai, sondern :
Radlauffahrt zur Dreiseenhütte -  durch den Steig zum Pockkogel – Abstieg über den NO Grat über 2 Gratbuckel in die Gaißkogelscharte – weiter zum Radldepot – Abfahrt

So fuhr ich als erstes über die wunderbar zu fahrende Werkstraße in weiten Kehren ... in gutmütiger Steigung hinauf zur Dammkrone des Finstertaler Stausee ( ein beleuchteter Tunnel als Zugabe ). 


Blick über den Finstertaler Stausee
Hier droben nun dem Schotterweg folgend ( nördlich um den Neuerkogel ), etwas abwärts hinüber zur Dreiseenhütte ( offen ). Bis hierher sind es zwar nur 5 Kilometer, aber es lohnt sich. Weiter ging ich nun zu Fuß, an der Bergstation der Dreiseenbahn vorbei, über den Steig in Richtung Gaißkogelscharte. 
 
Dreiseen Hütte
Bald war ich schon am Abzweig ... rechts hinüber zum Einstieg in die 1. Sektion des Klettersteigs. Am Wandfuß gab’s noch ein kleines Schneefeld, kein Problem – trittfester Schnee. 
 
Am Einstieg, drüben der Pirchkogel

Los geht's mit dem ' Gaudiwandl '
Nun stieg ich durch den ersten Teil des Steigs ...
... kurz vorm Ende die Schlüsselstelle ... ein leicht überhängendes Wandl  (D-E) ...

... aber mit reichlich Eisen gut entschärft. Nun ging’s in Gehgelände quer rechts hinüber zum Beginn der 2. Sektion, auch hier liegt noch ein gutmütiges Schneefeld am Einstieg.

Auch diese Wandpartie war schnell Vergangenheit und schon stand ich droben am sonnigen Grat. 


Endspurt zum Gipfel
Weiter über leichte Stellen – Platten – Rißkamin zum etwas steileren Gipfelwandl. So saß ich dann zufrieden droben am Gipfel des Pockkogels 2807 m. Die Aussicht war so einigermaßen ... die nähere Umgebung war frei und die Sonne schien, dazu allein : was will man mehr. 


Hinten die Schneefelder - Anstieg zum Zwieselbacher

Markant der Sulzkogel
Bald machte ich mich an den Abstieg. 
 
Da geht's nun erstmal hinüber - zum 1. Gratbuckel
Wieder zurück über den Klettersteig bis dieser links abwärts, in die Nordseite leitet. Ich blieb nun den Grat treu und stieg östlich hinüber zum 1. Gratbuckel. Auf dieser Abstiegsvariante gibt’s weder Steigspuren noch Steinmanderl aber verlaufen kann man sich eigentlich nicht. 
 
Blick zurück zum Pockkogel

Und hinab nach Haggen
Vom 1. Gratbuckel ging’s nun nördlich über leichten Fels hinab ...
... zum Ansatz des 2. Gratbuckels. Diesen erreichte ich über einen Grashang. Das letzte Stück weiter hinab in die Gaißkogelscharte ist wieder felsiger – bereitet aber eigentlich keine großen Probleme ... und schon stand ich in der Gaißkogelscharte 
 
Der letzte Teil des Abstiegs zur Scharte
( auf die langweilige ? Ersteigung des Gaißkogels hatte ich heute keine Lust mehr ). 
 
Drunten wartet mein Radl
Also links über den markierten Steig durch Blockwerk ... hinunter zur Dreiseenhütte. 


Hier gönnte ich mir auf der Terrasse ein Haferl Kaffee. Jetzt ging’s auf’s Radl, nach der kurzen Gegenauffahrt ...
...  ließ ich es auf der Straße laufen – mei is des fein !

-- ‘ Panorama Klettersteig ‘ immer lohnend ( besonders unter der Woche )
--  Der Fels war trotz der letzten Regentage trocken
--  Der begangene Abstieg über den NO Grat ist eine gute Option bei Radlauffahrt
--  Immer direkt am Grat bleiben dann ca. I – II ( UIAA )
--  Im AVF steht zwar etwas von III- dies erscheint mir etwas übertrieben
Gruß Daniel

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