B E R G H E I M A T

Sonntag, 9. Juli 2017

' ZUM HERZOG ' NO - Flanke zum Herzogstand

Servus, 

heute machten wir die vor kurzem begonnene Linie fertig. Das Wetter war uns zum Glück gnädig und so werkelten wir in die teils brüchige Felsflanke einen nun gut gangbaren Weg. Neben speziellem Bruch in den  letzten beiden Längen waren aber auch ein paar bombenfeste Längen dabei ( 10,11 und 12.te Länge ). Trotzdem spricht die Tour eher den trittsicheren und mit brüchigem Gelände vertrauten erfahrenen Bergsteiger als den Plaisirkletterer an.

Von festem Fels bis ...

... zum Brösel aber immer tolle Ausblicke
‘ ZUM HERZOG ‘ durch die NO Flanke zum Ostgipfel / Kreuz des Herzogstand
Erstbegehung am 9.7.2017 von Daniel Hirsch und Ralf Böhme, nach einem Tag Vorarbeit in Juni.
Durch die stark strukturierte Flanke zieht wohl auch die alte NO Wand Führe/AVF ( 1977 ) * 238 herauf !?



--  NACH EINEM GESPRÄCH MIT DER BERGWACHT KOCHEL BITTEN WIR DIE TOUR NICHT ZU UNTERSCHÄTZEN. EIN BERGWACHTEINSATZ IN DIESEM GELÄNDE WÄRE RECHT PROBLEMATISCH. ANFÄNGER UND GELEGENHEITSKLETTERER SIND HIER TOTAL FEHL AM PLATZE.
NUR BEI SICHEREM WETTER EINSTEIGEN --

- Mit Bohrhaken abgesicherter Anstieg durch die Nordostflanke zum etwas östlich des Herzogstand Hauptgipfel stehenden Kreuzgipfel – Ostgipfel / der reine Felskletterer wird hier nicht seine Erfüllung finden !!  -
Alpine Klettertour in teils brüchigen Hauptdolomit, trotzdem lohnend für den der es mag.  Es wurde darauf geachtet die Linie in dem dort selten anzutreffenden besten Fels zu legen.

Insgesamt gestattet die Route nun eine relativ !! sichere Begehung des Münchners Hausberges von Norden. Ein weiterer Vorteil liegt in der schnellen Erreichbarkeit ( Zufahrt ), dem relativ kurzen Zustieg und dem problemlosen Abstieg über einen Wanderweg. Natürlich sollte man noch das wildromantischen Ambiente auf dieser Seite des Berges erwähnen, man glaubt es kaum daß man am sonst so gnadenlos überlaufenen Herzogstand unterwegs ist.
-- Stellenweise UIAA IV bis IV + meist deutlich leichter / trotz der geringen Kletterschwierigkeit kein Anstieg für Anfänger !
-- 450 Hm
-- 17 Seillängen ( 1 x 20 m abseilen / oder abklettern )
-- Insgesamt mit 52 Spreizanker 10 mm / 9 cm abgesichert

!! bis zur 5.ten Seillänge jeweils 2 BH an den Ständen ( abseilen möglich ) danach nur noch jeweils ein Hakl mit Schlinge an den Standplätzen  !!

!! Wenn man nach 2 Std. noch nicht am 5.ten Standplatz ist = besser wieder abseilen !!

Material : 60 Meter Seil / 6-7 Exen / mob. Sicherungsmittel sind nicht sinnvoll einsetzbar !
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Zustieg : Von der Kesselberg Paßhöhe ( kostenfreie Parkplätze ) über den ehem. Reitweg in Richtung Herzogstandhäuser bis zum Abzweig des Pionierwegs nach Schlehdorf ( bis hierher auch mit Radl möglich ). Über diesen am Rand der Wiesen ‘ Am Alple ‘ ein paar Minuten entlang um am westlichen Rand der Freifläche steil durch Latschenrinnen, Schutt und Gras den obersten Wiesensporn zu erreichen / rechts ein schuttgefüllter Auslauf eines Grabens. Hier auf der Wiesenrippe guter Anseilplatz / Steinmann mit feiner Aussicht ca. 450 Hm / 1 Std. 

Vom Abzweig des Pionierwegs - droben der Einstieg

Zum Glück nur eine kurze Plackerei

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 TOPO :

               



Und als Wandbild :

Eindrücke der Kletterei :

 
In der 2.ten Länge
Nach der 5.ten Länge / Abseilstand ( es hat kurz geregnet ! )

Ein Hakl gegen den Bruch / sicher ist sicher

In der unteren Schlucht / 7.te Seillänge - nächster Stand auf der linken Seite

Die hakenlose Querung in der 9.ten Seillänge

Start in die 10.te Länge - der Fels wird deutlich besser


Auch in der 11.ten Länge guter Fels


                                      
FEIN

Rechterhand der markante Nordgratturm

In der gestuften 13.ten Länge

In den schuttbedeckten, geneigten Platten / 14.te Länge
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Ausblicke am Gipfel : 
 
GESCHAFFT
Blick hinunter in die erstiegene Ausstiegsrinne








Schnell runter bevor der Regen kommt
Abstieg :  Über den Normalweg gemütlich hinunter zum Herzogstandhaus ( Einkehr )...
Da kommt was

Da haben wir mal wieder Glück gehabt !!
... und weiter über den breiten Forstweg zur Paßhöhe zurück / 900 Hm ca. 1,5 Std.
Gruß Daniel, an der Maschine mit Ralf

                                        -- TOPO auf Wunsch auch als PDF / Mail --

Kommentare:

  1. Servus,

    prima Idee, da warte ich schon lange drauf, dass da einer was macht :-)
    Gruss Gerhard

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  2. Servus Gerhard,

    ich sah es genauso. Bin auch schon hunderte Male dort vorbei gefahren und hab mir immer gedacht - irgendwann ...
    Hoffe nur das die Route nun nicht die ' Falschen ' Leut anzieht. Man sollte das Gelände nicht unterschätzen und wissen was man tut !

    Gruß Daniel

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  3. Servus Ralf und Daniel, gratuliere !!!!! Guad gmachd !
    Kalli

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  4. Danke Kalli - aber schau's dir lieber erst einmal an !!

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  5. Es gibt schon die ersten Wiederholungen z.B.:

    http://www.hikr.org/tour/post122847.html

    Gruß Daniel

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  6. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  7. Martin Feistl alias die Schneehenne, langsam gehst Du einem mit Deinen selbstherrlichen und arroganten Kommentaren echt auf den Sack. Hast nicht mal den Arsch in der Hose, aus deiner schäbigen Deckung zu gehen und Deinen Kommentaren ein Gesicht zu geben. Ralf

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  8. Hallo,

    nun noch einmal ein kurzer Kommentar von mir. Schade das Schneehenne/Martin seine Niederschrift wieder gelöscht hat ? u.U. Einsicht oder fühlt er sich ertappt ?
    Dies war mal wieder ein gutes Beispiel für Intoleranz und elitäres Gedankengut, dies gibt es eigentlich auf dieser Welt leider schon zu genüge und es wär sehr schade falls dies nun auch unter Berglern Einzug halten sollte. Jeder soll sein Ding machen und dabei glücklich werden : der Eine mag es deftig schwer mit minimaler Absicherung – der Andere bevorzugt halt was vermeintlich leichteres. Es wird ja keiner gezwungen in ( für ihn minderwertige ) Routen einzusteigen. Ich gestehe ihm noch seine Jugend zu aber a bisserl Respekt sollte trotzdem nicht fehlen : ich war scho in die Berg beim kraxln da bist du noch im Rückenmark deines Vaters Aufzug gefahren.

    Also Leben und Leben lassen

    Gruß Daniel

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