B E R G H E I M A T

Samstag, 21. August 2021

Ein langer Tag in der ‘ Alltagsphobie ‘

Servus,

heute endlich mal ein schöner und stabiler Sommertag. Dieser musste unbedingt für eine längere Klettertour genutzt werden. Da gibt es doch im Wetterstein eine Neutour, diese wurde im Juni eröffnet, net zu schwer dafür a bisserl länger : genau das richtige für HEIT. 
 

Frühes Treffen ...
 

... und hinaus zum Startpunkt in GAP am Olympiastation ( 2,50€/Tg.). Nun mit den Radl über den Hohen Weg an der Partnachalm vorbei ...
 

... und in schöner Fahrt zuletzt a bisserl hinab zur Partnach. Ab hier wird nun der Weg rustikaler. 
 

An der Bockhütte auf dem ständig verhauteren Weg bis nach 15 Km die Reintalangerhütte erreicht war.
 

Nun zu Fuß in ein paar Minuten empor zum Einstieg unserer heutigen Linie :
 

Kleiner Wanner Nordwand 
‘ ALLTAGSPHOBIE ‘ mit 25 Seillängen für 1100 Klettermeter  V- Stelle sonst III - IV+ ( liest sich leichter als sie ist ! )
 
Schon der erste Haken ( mit gelber Schlinge ) steckt in gut 10m luftiger Höhe und will beherzt angeklettert werden. 
 

Am ersten Standplatz noch mit einem Abseilring, falls man es sich doch anders überlegt. Wir stiegen nun weiter ...
 

... durch die nächsten 4 etwas rustikaleren Seillängen bis nach der Querung. 
 


Ab hier nun deutlich besserer, ausgewaschener Fels ...
 

                    


... bis es zuletzt 13 – 16 wieder kurzzeitig leichter und lockerer wurde. 
 

Aber mit toller Aussicht

Nun entschwanden wir dem schattigen Rund ( bis hier stets links des Wasserlaufs/falls ) und kamen in die sonnenbeschienenen Plattenwände. 
 


 
Diese ging es nun in 9 wunderbar zu kletternden Längen hinauf ...
 


           
Nach 20 Seillängen gibt's a kurze Pause

 
... bis das Gelände sich deutlich zurücklegt ...
 


... und das Ende bei einladenden Wiesenbändern erreicht war.
       

Nach kurzer Rast und Umschau ...
 


Links über die Kante hinauf - später rüber zum Hohen Kamm

... war die Tour noch lange nicht vorbei.
Schräg rechts hinauf um am westlich Wandfuß des Gipfelaufbaus des Kleinen Wanner die kl. Höhle/Nische zu finden. 
 

Hier krabbelten wir hinein den im hintersten Eckerl gab’s das erhoffte NAß.
 


Weiter durch die Mergelhänge zum Gratverlauf. 
 


Dieser führte uns hinauf zum Hohen Kamm 2375 m.
 

AUSSICHT :
 



 
In einem weiten Bogen, zuerst südlich danach zum Kaltwassersattel ...
 


... um hier auf Steigspuren zu treffen. Diesen folgten wir zum Feldernjöchl ...
 

... um nun auf gutem Wanderweg weiter zum Gatterl zu steigen. 
          

 
Hinter diesem auf dem Plattsteig in Richtung Knorrhütte. 
 


In Bildmitte unsere Wand / rechts Abstieg ü. d. Hohen Kamm

Noch vor dieser folgten wir rechts weglos einer Schuttrinne ( nach den letzten Latschenfeldern ) und ersparten uns so den Umweg über die Hütte. Schon bald erreichten wir den Normalweg ...
 

... und über diesen hinunter in den hintersten, flachen Boden des Reintals. 
 
Nochmal - unser Wandl


Zum Glück war es nun nicht mehr weit zum Radl.
Ohne Pause an der Hütte ( wir wollten noch im Hellen drunten ankommen ) 
 

... fuhren wir gleich los. Über den rumpligen Weg talwärts. Mit der Zeit wurde er immer besser ...
   

... und auf der Forstwegautobahn waren wir heilfroh das das Geschepper ein Ende hatte. Der Rest war bald geschafft und wir heil und heilfroh.
 
 
-- Lange Unternehmung
-- Meist guter bis perfekter Fels / a bisserl Brösel ist natürlich auch dabei
-- Routenfindung kein Problem / gelbe + rote Orientierungsschlingen
-- Gute Standplätze mit jeweils 2 BH
-- Einige SL teilweise a bisserl unterbewertet
-- Keine Plaisierabsicherung !!
-- Man sollte die Route nicht unterschätzen
-- Schwierigkeitsangaben direkt im Topo ab SL 17 ( in der linken Leiste steht jeweils nur 1-2 )
-- Abstieg über’s Gatterl zieht sich
 
 
INFOS  
 
Gruß Daniel, im Wetterstein mit Joschi

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