B E R G H E I M A T

Samstag, 16. Juli 2016

‘ The walk to paradise ‘ am Drachenkopf


 
Servus,
 
heute machten wir mal wieder den Versuch, in diesem doch recht greisligen Sommer, eine Alpintour anzugehen. Da auch für heute eher bewölktes, dazu eher kühles Wetter angekündigt war brauchten wir eine Route die nicht allzu schwer war. So kam uns eine erst 1 Monat alte Neutour in den Mieminger Bergen, über der Coburger Hütte gerade recht !
 
THE WALK TO PARADISE ‘ durch den OstPfeiler/Grat auf den Vord. Drachenkopf
Falls alles durchgesichert wird - 14 Seillängen / meist V oben leichter / 2 Varianten, dann Stelle VI
 
Klettern überm Drachensee
Also Start mit den Radl von der Talstation der Ehrwalder Bahn ... 
 
Das Wetter lockt - noch !
... zur gleichnamigen Alm ? eher Großgaststätte ... und weiter hinüber zum malerischen Seebensee. 
 

 
Hier an der Materialseilbahn parkten wir die Rösser und stiegen über den guten Hüttenweg empor zur Coburger Hütte. 
 
In der Bildmitte unser Ziel
An dieser vorbei gleich weiter in ein paar Minuten zum Klettergarten am Fuß des Vorderen Drachenkopf ... links über eine Grasrinne zu den schon blitzenden Standbohrhaken. 
 
 
Frisch war’s hier droben – rings herum lag der frische Neuschnee der letzten Tage und die Temperaturen waren dementsprechend sehr unterkühlt – also nach Juli fühlte es sich wahrlich nicht an.
 
Der Tajakopf im Julikleid ?
Ich erbarmte mich und stieg die erste Länge vor, es ging zwar gut aber bei diesen Temperaturen ist der Körper teilweise etwas steif und die gefühllosen Finger verlangen stets nach behutsamen Steigen an guten Griffen / leider nicht immer vorhanden. 
 
 
Auch der frische Wind an den folgenden Standplätzen sorgte dafür das der Sichernde nicht überhitzte und stets wieder gut heruntergekühlt starten konnte !!
 

 
Nach den ersten 5 Seillängen waren die schwierigsten Passagen der Route Vergangenheit.
 Noch ein paar Eindrücke :



 
Nun folgte leichteres Gelände ... dieses führte uns etwas in den Windschatten und somit stieg unsere Körpertemperatur und ebenso unsere Laune. 
 

 
Das Ambiente war heute a bisserl ungewohnt
Auch im oberen Teil machten wir die schwierigere Variante, diese ging mit ausspreizen wunderbar. 
 
 

 
Kurz danach kam das Fenster, ein Durchstieg von Süd nach Nord durch ein Felsenloch. Das letzte Stück machten wir, ebenso wie den Mittelteil seilfrei und standen ... nun nicht mehr allein, am Gipfelkreuz des Vorderen Drachenkops 2301 m.
 

Die Sonne zeigte sich nun ein paar Minuten und belohnte so eventl. unsere Mühen ?
 
 
Nun über den markierten Steig über den Südgrat hinunter in die Scharte und rechts in die Schuttfelder ...
 

 
... diesen blieben wir nun stets treu und rutschten über diese entlang den Westwänden bis zum Wanderweg. Über diesen in ein paar Minuten zur Hütte und zur verdienten Einkehr. 
 
 
Weiter hinab zu den Radln und über den morgentlichen Auffahrtsweg zurück zum Parkplatz.
 
 
 
-- Schöne Route mit moderater Bewertung
-- Linke Variante in der 2.ten Länge nur ein kurzes Stück VI
-- Die ersten 5 Seillängen in bestem Fels, danach wird’s a bisserl rustikaler aber noch vertretbar
-- Sehr gute Absicherung, nur in der 3.ten Länge ein kurzer Runout / mit einem kleinem Friend gut zu entschärfen
-- Im leichten Mittelteil Orientierungshaken
-- Hinter uns stieg noch eine Seilschaft ein, diese seilte sich aber nach der ersten Länge wieder ab // zu kalt ??
 
 
 
 
TOPO  
 
Gruß Daniel, bei Novemberwetter unterwegs mit Ralf

Kommentare:

  1. Hallo Daniel,

    schöne Bilder, hört sich auch nach einer netten Tour an.
    Danke, für den Tipp! :-)

    Schönes Wochenende
    Karin

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  2. Servus,

    wir sind auch noch einen Tag später in die Tour rein, dann allerdings bei leicht feuchten Bedingungen, aber dank der Absicherung auch nass ganz gut machbar, zu der Einschätzung kann man wirklich kaum etwas hinzufügen, einzig vielleicht das man bei der 2. Länge 14 statt 12 Expressschlingen braucht wenn man jeden Haken clippen will, und das nach der interessanten Spreizstelle der Stand nicht wirklich auffindbar war... ;-)

    Gruß Micha

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