B E R G H E I M A T

Freitag, 12. Juni 2020

Weglos : Bettstein SW weiter zum Kratzer und obi durch den Luckengraben

 
Servus,
 
heute nach der Arbeit ging’s nochmal in die Berge. Nach dem gestrigen Apriltag wurden wir heute mit einem bombastischen Sommertag entschädigt. Bei meinem letzten Besuch im Söllbachtal vor ein paar Tagen stach mir die wildromantische Westseite des Bettstein ins Auge. Das schau ich mir mal an. Um es gleich vorneweg zu sagen :   
KEINE WANDERUNG / SEHR STEIL / ABSTURZ+RUTSCHGELÄNDE !!
 
 
Mit dem Radl startete ich am Gratisparkplatz am Tegernsee und radelte zum Beginn des Söllbachtal. Durch dieses aufi ... 
 
 
... anfangs Teer – später Forststraße bis zur Luckengraben Alm ...
 
 
... genau unter der Westflanke meines ersten Ziels. 
 
Da geht's nun gerade aufi
Kurz an der Alm vorbei bis zu den schottrigen  Ausläufern des Luckengraben – hier Radldepot / 8 Km. 
 
 
Nun war ich ja mal gespannt ob meine angedachte Linie überhaupt machbar war. Über die steile Grasflanke ...
 
 
Ochsenkamp : schaut auch recht interessant aus !
... schurgerade empor zu den sichtbaren, obersten Felstürmen. 
 

 
Da alles trocken war ging es recht gut + sicher / bei Nässe wohl ein Himmelfahrtskommando. 
 

Ausrutschen wäre ungut !
Die obersten Türme erreichte ich am linken Rand. Hier bot sich eine Gras/Felsrampe für den weiteren Aufstieg an. 
 

So erreichte ich Spitze die ersten Felstürme. 
 
Am Spitz - die Luckengraben Alm
Auch die folgenden Felsgebilde im Gratverlauf ließen sich meist links/nordseitig ganz gut erklimmen. 
 


 
So erreichte ich den schmucklosen Buckel des Bettstein 1272 m ( Bettstein = altes Wort für Wärmflasche ).
 
 AUSSICHT :
 
Blick retour obi

Da geht's nun stets am Grat weiter
Nun weiter am Gratverlauf, auch die zwei Felsgebilde die sich in den Weg stellen können wunderbar überstiegen werden. 
 
Am 2.ten Felsgebilde Blick zurück zum Bettstein / das vorderste Grün
Weiter nun auf dem breiten, problemlosen und aussichtsreichen Rücken ...
 
 
... zum ebenfalls kreuzlosen Buckel des Bettsteineck 1370 m.
 
AUSSICHT :
 


Gleich weiter in Richtung des schon gut sichtbaren Hirschberghaus. 
 
 
Im letzten Stück helfen Trittspuren um gut durch die Latschen zu kommen. Unterhalb des Hauses geht’s ins freie Grasgelände. 
 
 
Ohne die Hütte zu würdigen gerade rauf zum Gipfelkreuz des Kratzer 1545 m.
 

 
AUSSICHT :
 




 
Auch von hier gleich gerade hinunter zur Luckenalm, mein Plan war den Luckengraben zu erreichen und über diesen genau zum Radldepot zu kommen ? 
 
 
Von der Alm zuerst gerade hinab bis das freie Gelände endet. Jetzt folgte ich Wildwechseln leicht linkshaltend ...
 
 
... bis ich den linken Graben erreichte. Diesem folgte ich nun stets talwärts. 
 
 
Schon bald kam der rechte Graben dazu und der Graben wurde ausgeprägter, teils felsig und weiter drunten kurzzeitig steiler. 
 
 
Nach der einzigen Steilstufe ( ca. 8 Meter UIAA II / III – ) :
 
Drunten - geschafft
... ging es ohne weitere Überraschungen runter. Ein querender Jägersteig / Trittspuren ignorierte ich und blieb im Graben ...
 
 
... bis ich mein Radl erreichte.
Obi wie aufi.
 
 
 
-- Eine recht anspruchsvolle Abenteuertour / außer am Kratzer sah & traf ich natürlich niemand
-- Eher eine Runde für kletternde Wanderer !! Man sollte GANZ genau wissen was man tut
-- Der Luckengraben war heute nicht wasserführend 
 
 
 
Gruß Daniel

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