B E R G H E I M A T

Samstag, 18. Juli 2015

Zwölferkogel Nordgrat

Servus,
 
heute wollten wir etwas den tropischen Temperaturen in den niedrigeren Gefilden entfliehen und gingen den Zwölferkogel über den Nordgrat an. Dies ist eine leichte Gratkletterei im Urgestein mit einem hoch gelegenen Ausgangspunkt ! Da die Tour nicht zu lang war machten wir uns auch wegen der ab Mittag angesagten möglichen Gewitter keine großen Sorgen.
 
Eine feine Tour
So fuhren wir also hinauf nach Kühtai, vorher aber eine leidige Umleitung wegen starken Murenabgängen am Talbeginn bei Sellrain. Hinauf über Oberperfuß / abwärts über Grinzens. Unser Ausgangspunkt lag etwas westlich der Passhöhe am Beginn des Hohe Mute Liftes auf 1960 m / P. kost nix.
 
Da geht's nun hinauf  =  1: Bergstation / 2: Kl. Zwölferkogel / 3: Zwölferkogel
Nun stiegen wir in einer recht gerader Linie hinauf zur höchsten Liftstation 2344 m. 
 
Blick über's Längental. Hinten der Acherkogel

Markant der Neunerkogel
Weiter ging es ebenfalls weglos über etwas steilere Hänge zum Gipfelsteinmann des Kleinen Zwölferkogel 2611 m. 
 
                                            
Stecken kommen jetzt weg

 
Von hier hatten wir einen guten Blick auf den weiteren Weg. Der Nordgrat baut sich von hier dunkel und eher abweisend auf ... auch die Festigkeit des Fels erscheint eher von zweifelhafter Qualität zu sein.
 
 
Vom Kleinen stiegen wir über den kurzen zackigen Verbindungsgrat zum Gratbeginn. Nun begann die kurzweilige Steigerei. 
 
 
Wir suchten uns stets die schönsten und festeren Gratpartien aus, diesen fanden wir meist auf der linken Seite des Grates. 
 
Man beachte das Schuhwerk - geht a

Blick zurück - der erste Teil
So war dann auch ab und zu die zu meisternte Schwierigkeit etwas höher als im Topo angegeben ( dieses benötigten wir kein einziges Mal ). 
 
Der Finstertaler S.See , ein schöner Farbtupfer

Wir suchten uns das Beste heraus
So war die Kletterei doch recht schön, obwohl sollte man nicht an jedem Block bedenkenlos anreißen. 
 
 
Schon bald standen wir droben am kreuzlosen Gipfel des Zwölferkogels 2988 m. Das Wetter hatte bisher gut gehalten. 
 
 
So das hätten wir

Ausgehungert
Da sich die Wolkendichte aber eher verdichtete machten wir uns schon nach einer viertel Stunde Gipfelrast an den ebenfalls weglosen Abstieg. 
 
Vorher noch der AUSBLICK :
 


 
Über anfangs blockiges Gelände stiegen wir südlich ...
 
 
 ... hinunter in den Sattel vor den Mittagsköpfen.
 

Hier droben gibt's noch etwas ' Kühlmittel '

Ist doch noch a gutes Stückerl ins Längental
Von hier nun rechts über den Schutthang runter zum nächsten Boden ... 
 
 
... danach nochmal eine Stufe abwärts ins Längental. Hier trafen wir nun auf einen Wanderweg. 
 

 
Nach einer kurzen Rast am Bach schlenderten wir talauswärts bis knapp vor den unteren Speichersee. Von hier, mit kurzem Gegenanstieg zurück zum Ausgangspunkt.
 
Von hier nochmal ein Blick hinauf zum Gratverlauf

 
-- Schöne einsame Runde in den Bergen des Sellrain
-- Temperaturen waren heute erträglich / kein Gewitter
-- Am Nordgrat leichte Kletterei bis ca. III / 340 Hm
-- Keine Haken / 3 Steinmänner gesichtet / keine Begehungsspuren
-- Hatten kein Material dabei
-- Insgesamt waren es abwechslungsreiche 1050 Hm
-- Unsere Zeiten - ohne Stress ! zum Einstieg 1 Std. / Nordgrat 1 einviertel Std. / Abstieg 1 einhalb Std.
 
 
INFOS 
 
KARTE  
 
Gruß Daniel, am 12er mit Eiko

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