B E R G H E I M A T

Mittwoch, 19. September 2018

Fahrt in den Süden ans Meer / NOVIGRAD vom 9. bis 12.9.

Servus,
nach meiner letzten Radlreise vor 2 Jahren an die NORDSEE wurde es mal wieder Zeit für eine längere Fahrt. Nachdem mir das Wetter im letzten Jahr einen Strich durch die Rechnung machte gab es dieses Jahr den zweiten, nun erfolgreichen Versuch.

Ich hatte mir extra ein neues, flotteres Radl besorgt um mir das Vorwärtskommen etwas leichter zu machen. So war nun auch geplant, wegen der schon deutlich längeren Nächte, dieses Mal auf Freinächte zu verzichten. Auf den beim letzten Mal benutzten Rucksack verzichtete ich, so packte ich meine Utensilien diese Jahr in neu erworbene Packtaschen.

 
So startete ich ausgeruht und voller Tatendrang zu meiner Alpenüberquerung plus Fahrt zum Mittelmeer. Ich konnte mir schön Zeit lassen da ich erst am Mittwoch, den 12.9. am Zielort von meiner Frau erwartet wurde. Danach stand noch 1 Woche gemeinsamer Urlaub auf dem Programm.
1. Tag / Sonntag  9.9.18               195 KM               1400  HM
München/O’Sendling – Bad Aibling – Bad Feilnbach – Walchsee – Griesenau – St. Johann - Leogang – Paß Griesen – Saalfelden - Zell a. See – Fusch a. Glockner
Im Morgengrauen kurz nach 6 Uhr startete ich durch das noch verschlafene München. 

Langsam kurvte ich durch die leeren Straßen den bei solch einer Unternehmung hieß es sich seine Kräfte gut einzuteilen. In Bad Feilnbach, nach den ersten 70 Km gönnte ich mir ein leckeres Frühstück. 

So gestärkt ging es über Brannenburg, später über den Inn ...

... hinauf zum Walchsee. 

Am altbekannten Kaisergebirge vorbei ...

... führte mich mein Weg hinüber nach St. Johann. 

An den Steinbergen weiter bis Saalfelden. 


Nun war es nicht mehr weit : Über Zell am See erreichte ich mein heutiges Etappenziel Fusch an der Glocknerstraße. 

Hier kam ich im ‘ Chalet Charlotte ‘ ( 35.- ÜF ) unter und verbrachte dort eine erholsame Nacht.
2. Tag / Montag  10.9.18             105  KM              2850  HM
Fusch a. Glockner – Großglockner Hochalpenstraße – Fuscher Törl – Hochtor – Heiligenblut – Iselsbergpaß – Lienz – Oberdrauburg – Gailbergsattel – Kötschach
Nach dem guten und reichhaltigen Frühstück stand mir heute der schwerste Tag der Reise bevor. Um 8 Uhr legte ich los. 

Schon vom Start gab es nur eine Richtung : AUFWÄRTS. 


So kurbelte ich stundenlang gegen die Schwerkraft ...


... und erreichte nach gut 4 Stunden ( mit Pausen ) den vermeintlichen höchsten Punkt das Fuscher Törl. 


Dem war jedoch nicht so, nach einer kurzen Abfahrt zur Fuscher Lacke ...

... hieß es nochmal kräftig in die Pedale treten. 

Nach der Durchfahrt durch den ersten Tunnel zeigte sich erst mein höchster Punkt der Tour : das Hochtor. 

Aber auch diese Auffahrt war bald geschafft ... 

... und ich recht froh. Jetzt ging es erst einmal nur noch hinunter, welch eine Wohltat. 


Der Großglockner
Drunten in Heiligenblut ...

... gönnte ich mir einen Kaffee. 

Nach einem guten Stück in der Ebene folgte die nächste Auffahrt. Diese führte mich über den Iselsbergpaß ...

... hinüber nach Lienz. 

Mit den gleichnamigen Dolomiten
Langsam hatte ich die Schnauze voll aber einen Paß gab ich mir noch ( dann hab ich morgen nur noch Einen zu meistern ! )  : über den Gailbergsattel ...

... kämpfte ich mich hinüber nach Kötschach. Hier ließ ich es mir gut gehen und checkte im ‘ Hotel Kürschner ‘ ( 45.- ÜF ) ein.
Die angebotene Sauna und ein Besuch im hauseigenen Schwimmbad lehnte ich dankend ab, stattdessen schlug ich mir die Wampe voll und fiel zufrieden in die Federn.
3. Tag / Dienstag  11.9.18           196  KM              1720  HM
Kötschach – Plöckenpaß – Timau – Tolmezzo – Udine – Monfalcone – Triest – Muggia – Strada del Lazzaretto
Auch dieser Tag begann ich mit einem reichhaltigen Frühstück, so das ich bereit für die nächste Etappe war. Um 8 Uhr begann ich die Auffahrt zum Plöckenpaß. 
 
Es zieht sich


Auch dieser hat es in sich, besonders oben hinaus ( im langen Tunnel und der Galerie ) hieß es nicht locker zu lassen. 

Oben an der Paßhöhe angekommen rollte ich hinein/hinüber nach Italien. 

Nach der langen Abfahrt über unzählige Serpentinen rollte ich durch Timau und weiter nach Tolmezzo. 

Langsam verließ ich die Berge und das Land wurde immer flacher aber dafür nahm die Hitze immer mehr zu. 

Die Anzeigen an welchen ich vorbei kam zeigten knackige 32 ° Grad an. So kam ich auch heute nochmal so richtig zum schwitzen. Über Udine näherte ich mich nun langsam meinem ersten Ziel, dem Mittelmeer. Kurz hinter Monfalcone war es dann soweit :



An der Uferstraße ging es nun weiter nach Triest. Es wurde immer später aber eine Übernachtungsmöglichkeit hatte ich noch immer nicht organisiert. 
 
Es wollte heute irgendwie nicht klappen. So fuhr ich weiter am Meer entlang nach Muggia, inzwischen hatte ich das suchen nach einer Bettstatt aufgegeben. 

So hockte ich mich in die Altstadt, verspeiste eine Pizza Diabolo und ließ es mir gutgehen. Ich hatte entschieden : heute gibt es eine Nacht im Freien direkt am Meer. Um 22 Uhr radelte ich am Meer entlang bis kurz vor Lazzaretto und suchte mir ein geeignetes Platzerl. Am Strand zwischen Felsen war ein betoniertes Stück das sollte genügen. Da ich darauf nicht vorbereitet war gab es eine laue Nacht ohne Isomatte und Schlafsack. Regenhose und Pulli mussten als Unterlage herhalten uns die Regenjacke war mein Deckenersatz. Trotz der spartanischen Ausrüstung schlief ich ausgezeichnet und wachte erst im Morgengrauen wieder auf.
4. Tag / Mittwoch  12.9.18            52  KM                900  HM
Strada del Lazzaretto – Ancarno - Koper – Dragonja – Buje – Novigrad
Der letzte Tag meiner Radltour begann mit einem tollen Morgenrot. 


Nach ein paar Kilometern hatte ich schon die Grenze zu Slowenien erreicht. 

Weiter nach Koper und Suche nach einer Frühstücksmöglichkeit. Ich wurde fündig, stärkte mich und weiter ging’s. Wie sollte es auch anders sein natürlich mit einer Auffahrt hinauf zur Grenze nach Kroatien. 
 
Hier wählte ich den Weg über das Örtchen Buje. 
 
Hier radelte ich durch das hüglige Hinterland um kurz vor 11 Uhr mein endgültiges Ziel NOVIGRAD zu erreichen. 
 
Als erstes gab es ein Bad im Meer um mir danach einen Kaffee zu gönnen. Kurz danach traf meine bessere Hälfte ein ( sie kam mit dem Auto ).
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Nun machten wir gemeinsam noch eine Woche Urlaub. 


Die Tage verbrachten wir mit kleinen Wanderungen ...



...  Badeeinlagen ...



...  und Besuchen von Porec’ und Umag.



 Bei der Heimfahrt machten wir noch einen Zwischenstopp am Ossiacher See in Kärnten, natürlich auch mit Badeeinlage.

-- Eine schöne Radltour mit ca. 550 Km und knapp 7000 Hm
-- Das Wetter zeigte sich von seiner allerbesten Seite : Nur Sonne und kein Tropfen Regen
-- Mein Radl ‘ Centurion Speeddrive ‘ gab sich keine Blöße und brachte mich pannenfrei ans Ziel
-- Da die Hauptreisezeit schon vorbei ist war nicht zu Viel los auf den Straßen
-- Immer wen es ging nutzte ich Radlwege / ca. 30 %
Gruß Daniel, mit anschließendem Urlaub + Heimfahrt mit Alexandra

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