B E R G H E I M A T

Samstag, 15. Dezember 2018

Am einsamen Schneidjoch


Servus,
heute der erste Tag nach dem Schneefall Anfang der Woche wo die meisten frei haben ! Wir vermuteten stark das ein Jeder der Tourenski besitzt heute in die Berge rumpelt : also musste eine Tour her welche kaum jemand auf dem Plan hat, auch weil sie eher einen schlechten Ruf hat. 

So suchten und fanden wir heute doch die gesuchte Einsamkeit hinten am Schneidjoch. Wir planten heute nicht den weiten Hatscher durch das Filzmoosbachtal zur Ludernalm so wie in den meisten Tourenbeschreibungen angegeben, sondern nahmen den direkteren Weg über den Schlag Niederleger.

Start an der Straße nach Steinberg am Beginn des Forstwegs welcher zur Gufferthütte führt. Das erste Stück des Wegs war heute geräumt, so gingen wir die ersten 1,5 Km mit geschulderten Ski ...

... bis zum Abzweig hinunter zum Bach. 

Mit Ski nun durch diesen Eiskeller ...

... bis wir links die Hänge hinauf steigen konnten. 

Kurz etwas haklig bis das Gelände freier wurde. 

Schon bald waren die teils verfallenen Schlag Niederalmen erreicht. 

In einem leichten Linksbogen über Freiflächen ...

... und lichten Wald bis zum erreichen eines querlaufenden Forstwegs. 


Über diesen hinüber und nun im weiteren Verlauf durch die breite und lange Schneise und die rechts stehenden vereinzelnden Bäumen hinauf. 


Droben auf dem sonnigen Buckel hatten wir den hier noch breiten Gratrücken erreicht. Nun folgten wir dem Rücken, den unteren Latschenabschnitt konnten wir gut rechts über eine aufwärts ziehende Rinne überwinden. 

Den letzten Abschnitt bis zum felsigen Gipfelaufbau machten wir meist direkt auf der gutmütigen Gratschneide. 



Bis zu unserem späteren Pausenplatzerl ging’s mit Ski, 

... die letzten 20 Hm zu Fuß hinauf zur Gipfelkuppe des Schneidjochs 1811 m.

 
Die eigentlich angedachte Zwischenabfahrt hinunter zur Ludernalm mit nochmaligem Aufstieg zum Gipfel ließen wir lieber sein : im obersten Hang lag uns zu wenig Schnee. 
 
Da wär's runter gegangen, lieber net !
Nach der Rundumsicht :



stiegen wir die paar Meter wieder hinunter zu unserem Sonnenbalkon zum rasten.

 
Ein edles Platzerl
Nach der Stärkung machten wir uns an die Abfahrt – 


... im Großen und Ganzen hielten wir uns an unsere Aufstiegsspur. 
 



Leider viel zu schnell waren wir wieder drunten an der Schlagalm. Hier war es zu schön um gleich weiter zu fahren also ‘ beteten wir nochmal die Sonne an ‘. 

Zwei von uns fellten nochmal an und stiegen nochmal hinauf zum Beginn des Rückens.

Bisher hatten wir noch niemand gesichtet aber plötzlich tauchte an der Alm eine 8 köpfige Schneeschuhtruppe mit Zipfbobs, dicken Rucksäcken samt Schlafsäcken im Schneckentempo aus dem Tal auf. Wohin des Weges ? Es war ein Betriebsausflug, sie wollten zur Bayrischen Wildalm. Diese liegt südlich unter der Halserspitze : sie sind unserer Spur hinterher gelaufen und waren damit komplett falsch. Nachdem sie ihren Fehler einsahen und sie bis zum Einbruch der Dunkelheit nur mehr knapp 2 Stunden Zeit hatten, hoffen wir das sie unseren Rat beherzigt haben und wieder zurück ins Tal gestiegen sind.
Nachdem wir wieder zu Viert waren fuhren wir das letzte Stück hinunter zum Bach und zurück auf den geräumten Forstweg. Laufen wollten wir nicht, also rutschten wir mit den Ski über die vereisten, mit kleinen Steinerln versetzten Schneeresten ...

... bis zurück zur Autostraße.
 
Der verklebte Guffert
-- Sehr schön war’s und einsam
-- Konnten/ durften alles spuren
-- Schnee bis auf die geräumte Straße ausreichend
-- So gut wie alles Pulverschnee, in kleinräumigen Abschnitten der Sonnenhänge ein nicht störender zarter Schmelzharschdeckel
-- Mit etwas Umsicht gelingt eine kontaktfreie Abfahrt
-- Hatte meine guten Ski dabei und ... sie sind noch meine Guten !
Gruß Daniel, nördlich des Guffert am Berg mit Hias, Eiko und Jan

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