B E R G H E I M A T

Samstag, 8. Dezember 2018

Plankenstein via NO Schlucht + Westanstieg

Servus,


immer noch zu wenig Schnee für Skitouren. Also ging’s zu einer Kombitour hinauf zum Plankenstein. Diese machte ich das erste Mal bei trockenen Bedingungen im Sommer vor 31 Jahren ( wie die Zeit vergeht ) und das letzte mal im Winter vor 9 Jahren

Also wurde es mal wieder Zeit durch den diesen düsteren Schlund zu steigen !




Start an der Hufnaglstubn ( Auffahrt kostet nun statt 2.- satte 50% mehr also 3.- Euro !! ) und über den geteerten Forstweg ...

... hinauf zur Plankenstein Alm. Hingegen der Wettervorhersage schien ringsherum die Sonne – von dieser werden wir wohl heute nicht viel haben. 

Von der Alm über den verschneiten Weg hinauf unter die winterliche Nordwand. 



Ein Stück den Schuttkegel hinauf zum Einstieg. 



Nachdem alle Kletterutensilien an ihrem Platz waren starteten wir unser eisiges Vergnügen. 


Zuerst in 2 Seillängen ...



... bis kurz unter das angepeilte Bäumerl, hier fanden wir zu unserer großen Freude einen Standplatz mit Abseilschlinge. Nun leichte Querung zum Beginn der NO Schlucht. 



Dieser folgten wir nun stets aufwärts ... 




... unter dem Riesenklemmblock hindurch bis zum höhlenartigen Ende der Schlucht. 

                                                     


Bis zum Erreichen dieser fragt man sich stets : wie kommen wir hier jemals heraus. 

Aber am obersten Ende des Schlunds geht es nun senkrecht hinauf, das oben liegende Loch mit Tageslicht gibt dem Weg vor. Mit a bisserl spreizen und stemmen entpuppt sich das Stückerl dann doch gutmütiger als von unten vermutet.

Überraschender Ausstieg hinter einem Busch und wir hatten den Absatz mit dem Einstieg zum SO Band und zum O Grat erreicht. 

Wie schon beim letzten Mal waren die Bedingungen für eine Begehung des SO Bands heute nicht gut : Eiskalt mit starkem Wind und schon von drunten war Schnee und Nässe in der Tour auszumachen. 

Und so lang sind die Tage z. Zt. auch nicht ... das wir uns dort droben eventl. festfressen.

Also am Wandfuß entlang, um die Nadel herum zum Beginn des Westanstiegs. Die Rucksäcke ließen wir drunten und kraxelten so befreit die Einstiegsrinne hinauf. 

                      

Das Seil zogen wir nur nach ( zu faul zum aufschießen, brauchten es aber noch für den Abstieg ). 



Nach dem ersten Grathöcker kurz hinüber auf das sonnige, windstille Band und nach dem finalen Aufschwung hatten wir unser Ziel den Plankenstein 1768 m erreicht.


AUSSICHTEN :






Beim Abstieg seilten wir uns mit unserem kurzen Strick an 3 Stellen jeweils ein paar Meter ab. 

Nachdem wir wieder an den Rucksäcken waren stiegen wir noch die paar Meter hinunter zur Bergwachthütte ab. Hier verstauten wir unsere Klettersachen wieder in den Säcken – an eine Pause war wg. der widrigen Bedingungen nicht zu denken. Dazu drohte das Wetter nun endgültig zu kippen, also rüber auf den Normalweg. 

Bei anfangs leichtem Schneefall stiegen wir nun hinab zur Röthensteiner Alm. Der Rest war nur mehr ein hinaustrotten entlang dem monotonen Weg.



-- Eine nicht unanstrengende Tour bei eigentlich nicht besonders viel zurückgelegten Höhenmetern

-- Hatten ein 30 Meter Einfachseil, Steigeisen und je 2 Eisgeräte pro Nase am Mann

-- Im alten AV Führer von 1976 wird die NO Schlucht lediglich mit UIAA II angegeben !?

-- Bei winterlichen Bedingungen schaut es natürlich a bisserl anders aus

-- Heute hatte es fast zu wenig Schnee und die Grasbüschel waren nicht durchgefroren

-- Noch vor Beginn der Schlucht fanden wir einen Abseilstand und einen Einstiegsstand einer neuen Kletterroute

-- Wir schlugen einige Haken / 3 belassen

-- Im Westanstieg liegt auch noch relativ wenig Schnee aber wegen der vielen Begehungen etwas speckig


                                                                     SCHEE WAR’S

KARTE  

Gruß Daniel, auf Tour mit Hias

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