B E R G H E I M A T

Dienstag, 27. Juni 2017

Klettern an der Lachenspitze

Servus,


um a bisserl auszuspannen entschieden wir uns 2 Tage droben auf der Landsberger Hütte zu verbringen. 
Ein Tag wie aus dem Bilderbuch !
Die etwas umständliche Anfahrt von München aus zum Ausgangspunkt ließ uns eine Übernachtung dort droben als recht sinnvoll erscheinen.

Über Garmisch – Reutte hinauf nach Tannheim und über eine kleine Straße hinauf zum Parkplatz am wunderschönen Visalpsee. 
 
Nun erst kurz flach am See entlang zur Unteren Traunalpe. Hier beginnt der anfangs neue Weg ( wg. Bergsturz ) hinauf zum Traunalpsee und der gleichnamigen Hütte. 


Kurze Erfrischung / droben die Hütte mit der dahinter liegenden Lachenspitze
Von hier noch über eine Steilstufe empor schon zur sichtbaren Landsberger Hütte. Nach kurzer Rast auf der aussichtsreichen Terrasse in ein paar Minuten hinüber an den schattigen Wandfuß der Lachenspitze. 
 
Beim Abendessen aufgenommen ! in Bildmitte liegen die Klettertouren
Hier gibt es links vom Beginn des Klettersteigs seit kurzer Zeit ein paar Klettereien – diese waren unser Ziel. Wegen der zur Zeit fast täglichen Gewitter zogen wir diese Art der Kletterei einer Begehung einer Longline Linie vor.

Nach reinschnuppern in die Gesteinsart und der Absicherung mittels der ‘ Enzian ‘ 2 S.L.  VI- ....




... ging es in die längere ‘ Bonaparte ‘ diese hat 6 Seillängen Stelle VII -









Ausstieg in der Sonne mit Tiefblick auf die Hüttenterrasse

Nach problemloser Abseilfahrt ...

... zogen wir uns noch die Arme lang ... in der ‘ Gewusst wie ‘ der ‘ Gib Stoff ‘  und in einer unbekannten Neutour.







Inzwischen war die Sonne in die Wand gedreht und gab uns richtig Feuer – also packten wir zusammen und zogen dem Fels lieber ein Bad in der Seelache unterhalb der Hütte vor.



Nach dieser Erfrischung rauf zur Hütte zu Essen fassen ! Über den Gipfeln bauten sich nun dunkle Wolkenbänke auf, nach ersten Gewittergrollen begann es sauber zu schütten.

So verbrachten wir den restlichen Abend lieber drinnen in der Stube.



Auch in der Nacht und noch am Morgen tröpfelte es aus einem grauen Himmel. Lt. Hüttenwirt sollte es nun bis Freitag schlecht bleiben !? 
 
Da geht's nachher noch rauf
Nachdem die wenigen Gäste sich alle sich ins Tal verabschiedet hatten warteten wir noch eine Weile. Es wurde trocken, also pilgerten wir hinauf zum Steinkarjoch ... 

... hier ließ sich der Tobias nieder und ich erklomm noch kurz allein den kleinen Gipfel der Steinkarspitze 2067 m. 


AUSBLICKE :





Schochenspitze /  Hütte / Badelache / Lachenspitze
Beim Abstieg schauten wir uns noch die Klettermöglichkeiten am Osteck der Steinkarspitze an. 

Abschüssige Einstiege – etwas spezieller Fels und das eher unsichere Wetter ließen uns den Fels verschmähen und lieber absteigen. 

An der Hütte vorbei auf dem gestrigen Aufstiegsweg hinunter zum Visalpsee. 



Als ob uns das Wetter verarschen wollte wurde es nun wieder deutlich besser – so gab es wenigstens noch ein schönes Bad im See.


 
NICHTS WIE  REIN !!

-- Trotz nur einem Klettertag es, hat sich gelohnt

-- Landschaftlich ein echtes Juwel

-- Die Klettereien an der Lachenspitze sind teils fest / teils brüchig aber dank der perfekten Absicherung gut kletterbar

-- Alles zum Abseilen eingerichtet

-- Humane Bewertung

-- Es gibt auch noch einen Klettersteig zum Gipfel / GUCK   
HÜTTE  
TOPO 
Gruß Daniel, im Westen mit Tobias O.

1 Kommentar:

  1. Hey,

    wir waren die letzten Tage an der Lachenspitze und ziehen folgendes Resumee: Route Bonaparte zum großen Teil brüchig! Schon in der ersten SL sind uns drei Tritte abgebrochen, die Schlüsselgriffe auf der Platte der zweiten SL (6+) sehen aus als wären sie kurz davor rauszukommen. Da hier ein Sturz über oder an die Kante gefährlich wäre auf jedenfall eine risikoreiche Sache. Mehr kann ich zu der Route (leider) nicht sagen, da ein Gewitter aufzog und wir nach dem Abseilen gerade noch die Hütte trockenen Fußes erreichten.

    Der Fels am Osteck der Steinkarspitze: deutlich besser! Schöne Routen! Das Gelangen zu den Einstiegen ist tatsächlich nicht ganz ohne, es empfiehlt sich, beim Abseilen die Sachen von den Einstiegen aufzusammeln und direkt 20 m weiter auf die Wege darunter abzuseilen. Der Abstieg wäre ansonsten auf jedenfall heikel, auch wenn es nur ein paar Meter sind.

    Die Natur ist ansonsten der Hammer, wir waren in den Tagen die einzigen Kletterer.

    Danke auch für die Infos!

    Greets, Flo

    AntwortenLöschen