B E R G H E I M A T

Freitag, 2. August 2013

' Kompletter Westgrat ' Furtschaglspitze


Servus,

gestern Spätnachmittag brachen wir auf zum Parkplatz ( normal 12.- Maut ) am Schlegeissee in den Zillertaler Bergen. Unser Ziel für den nächsten Tag war der :

' Komplette Westgrat ' auf die Furtschaglspitze 3188 m mit 500 Hm und Stellen V-/V  Komplett zum selbstabsichern
Furschaglspitze mit Westgrat - in der Draufsicht
Abendstimmung
 
Unser Eßzimmer
Nach einer lauen Nacht neben dem Auto ( Start um 5.30 Uhr ) ....
 
Ein toller Tag beginnt
..... brachten wir das erste Stück des Weges, am See entlang, mit den Radln hinter uns. Nun stiegen wir über den Steig hinauf zum Furtschaglhaus, hier gab's erstmal nen Kaffee. Danach gings weiter in Richtung Schönbichler Horn ( Berliner Höhenweg ) bis wir auf der Höhe des Einstiegs des Westgrats waren. Jetzt querten wir weglos hinüber, anfangs über Schutthänge und über das Einstiegsschneefeld ... danach kletterten wir die erste Stufe hinauf zu unserem Anseilplatz. Nun gings lt. der unteren Beschreibung und den Infos im AVF Zillertaler Alpen # 710a über den Grat in 6 Seillängen empor bis knapp unter den ersten Pfeilerkopf - hier Abseilschlingen. Nach 10 Meter abseilen gings in einer weiteren Seillänge über den Grat zu bequemen Platzerl vor den 3 Grattürmen. Nun querten wir unter den ersten beiden, nicht sehr ausgeprägten Türmen, südlich vorbei um danach in die Scharte vor dem markanten, letzten Turm aufzusteigen. Kurz dahinter packten wir die Seile in die Rucksäcke und stiegen den oberen, längeren Teil des Westgrats seilfrei empor zum schmucklosen ( außer Steinmann ) Gipfel der Furtschaglspitze 3188 m. Hier droben bot sich uns ein atemberaubender Rundblick, besonders imposant die Eisfelder des Waxeckkees nördlich unterhalb des Gr. Möselers.
Hier droben auf dem wahrscheinlich eher selten besuchten Gipfel war die Tour noch nicht in trockenen Tüchern. Der Abstieg hinab zum Berliner Höhenweg ( Schönbichler Scharte ) entlang des Nordgrats stand uns noch bevor. Nach kurzem suchen ( die Beschreibung war nicht optimal ) also .... vom Gipfel ca. 40 Meter nach Osten abklettern, hier entdeckten wir dann die ersten, manchmal mickrigen Steinmännern. So gings nun meist östlich der Grathöhe ..... manchmal vermeintliche Trittspuren ...... in Richtung S.Scharte. In der tiefsten Scharte noch vor Erreichen des Höhenwegs bogen wir links ab und erreichten so weglos über Schutt und Schnee den Steig nach dem Ende der Drahtseile. Der restliche Weg zum Furtschaglhaus über den markierten Steig war der reinste Genuß. Dort angekommen mischten wir uns unter das ' seltsame Hüttenvolk ' - tranken etwas und beobachteten die frisch Geduschten !? Leit. Nachdem wir genug hatten brachten wir noch das letzte Stück in den Furtschaglboden hinter uns. Jetzt waren wir aber sehr froh .......... mit den Radl gings zurück zum Schlegeissee und an diesem entlang zurück zum Parkplatz.

--  Dank späterer Ankunft = keine Maut abgedrückt
--  Radl für das erste Stück sehr angenehm / ohne nennenswerste Steigung
--  Kletterei im Urgestein / nicht alles fest / behutsames klettern angesagt
--  Keinerlei Begehungsspuren am Westgrat ( außer die Abseilschlingen am 1.ten Pfeilerkopf )
--  Route gut absicherbar ( Friends, Klemmkeile und Köpferlschlingen )
--  Wir sicherten die ersten 9 Seillängen ( Stellen ca. V )
--  Route nicht ganz klar vorgegeben / jeder wirds a bisserl anders gehen
--  Oberen Teil seilfrei ( bis UIAA III )
--  Abstieg schaut von droben schwerer aus ! An die Steinmänner halten ( UIAA II )
--  Insgesamt a tolle runde Unternehmung
--  Einen Wetterumschwung möchte ich dort droben nicht erleben !!
                                                            
Olperer und Gefrorene Wandspitzen

Die ausgeaperte Hochpfeiler Nordwand

Jetzt gehts rüber zum Einstieg



Hakl gibts heut keine


Abseilstelle

Vor dem markanten Gratturm gehts rauf in die Scharte

Nun gehts seilfrei weiter


Ankunft am Gipfel der Furtschaglspitze


Waxeckkees und seine Trabanten

Blick in Richtung Berliner Hütte

Gr. Möseler , rechts der Nöfessattel

Hinten der Fußstein und der Olperer

Beginn des Abstiegs

In sicheren Gefilden, droben der Abstiegsgrat

Der Westgrat im Profil


Hier gibts was zum trinken !

Das erspart uns eine zusätzliche Stunde Hatscherei

Gruß Daniel, in den Zillertalern mit Tobias O.

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