B E R G H E I M A T

Samstag, 27. Januar 2018

‘ Beim Zahn ‘ ein eher unbekannter Gipfel im Danielkamm

 
 
Servus,
 
heute ging es mal wieder auf Entdeckungstour in die südlichen Ammergauer Berge. Nach meinen letzten Besuch im letzten Jahr zum Pitzenegg  und heuer auf die Hochschrutte war mir dieser Gratverlauf schon ins Auge gestochen. Nach dem Studium der Landkarte und Google Earth wollten wir uns das heut mal anschaun. 
 
DA  -  wo sonst keiner ist
Start von Lähn über die untere Freifläche zum Beginn der markanten Schneise. 
 
 
Hier machte uns ein Waldarbeiter schon darauf aufmerksam : Droben hat’s a große Lawine gebn. Nach den ergiebigen Schneefällen der letzten Zeit und dem markanten Temperaturanstieg am Anfang der Woche war dies fast zu erwarten. Also anfangs links im Wald empor, später am Rand der Schneise ...
 
 
... bis wir auf den unteren Ausläufer der mächtigen Nassschneelawine trafen. 
 
 
Weiter ging es nun links später rechts des Trümmerfelds empor. 
 

 
Am obersten Forstweg zogen wir nun westlich hinüber unsere Spur um auf den angepeilten Rücken zu gelangen. 

 
 
Jetzt gehts nach links raus
Hier nun in zahlreichen Kehren durch den lichten Bergwald ...
 
 
... bis das Gelände und die Sicht immer freier wurden. Nach einer kurzen Stärkung ...
 

 
... weiter hinauf auf den sich nun zusammenschnürenden Rücken, mit Wechten rechts!
 

 
Der erste Blick auf unser Ziel wurde frei. 
Anfangs schien es so als ob es in gerader Linie hinauf ging. Aber Pustekucken, nachdem es immer schmäler wurde war es aus mit lustig. Nach einem Buckel ging es noch einmal etwas hinunter und dieses Stück war heute nicht machbar. 
 
Noch auf den Buckel rauf - dann aber links runter ins Kar
Einige Felszähne garniert mit fetten Hauben aus unberechenbarem Schnee versperrten den Weiterweg. Links mahnten Felsstufen und rechts  steilstes Absturzgelände hier nicht Roulette zu spielen. Also ein Stück zurück und richtig steil westlich hinunter bis unter die Felsen. 
 
Am Wandfuß - nach dem Steilabstieg
 
Jetzt geht's rüber und rauf zum markanten Fels am Grat
Hier nun durch die steile Flanke queren ...
 
 
... und zuletzt entschieden gerade empor in die Scharte beim den letzten Felswandl. Die letzten 20 Meter lieber zu Fuß. 
 
Wo sans denn

Nun war der Weg endlich frei ... 
 
Wieder am Grat, hinten die umgangenen Felstürme
... noch ein paar kurze Kehren ...
 
Toller Blick hinüber zum Pkt. 2199 ohne Namen

Glei drobn
 
... und wir hatten den schmucklosen Gipfel ‘ Beim Zahn ‘ 2110 m erreicht. 
 
Das hättn wir
In gebührendem Abstand zu den nach Norden hängenden Wechten ließen wir uns nieder und genossen die bombastische Aussicht :
 



 
Nun ging es an die Abfahrt – nur wo ?  wieder zurück mit dem unguten Gegenanstieg ... eher nicht. Nach Osten in den ‘ Vorderen Kessel ‘ eher auch nicht, die Karte und auch unser Gefühl sagten uns dort drunten liegen uneinsehbare Felsabbrüche. So entschieden wir uns rechts in das Kar ‘ s Alpeile ‘ abzufahren. Kurz ein paar Schwünge zurück am Grat ...
 

 
... und dann entschieden rechts hinein in die Hänge. Mei des war fein. 
 
 
Nun in der Karmitte immer gerade abwärts. 
 
 
Bevor das Kar in das Haseltal mündet fuhren wir links durch den Grießwald bis wir auf den obersten Forstweg trafen. Jetzt folgten wir ihm und kamen so wieder zu unser Aufstiegsspur und in die Lawinenschneise. Links von dieser war noch viel Platz und so zogen wir dort unsere Schwünge hinunter. Im unteren Teil ging es nun durch die unversehrten Freifläche ...
 
 
... gerade hinunter bis zum im Schatten liegenden Parkplatz.
 
 
 
-- Schöne einsame Tour, trafen niemand
-- Insgesamt wurden es knapp 1100 sonnige Höhenmeter
-- Durften alles spuren
-- Auf unserer Linie nicht unbedingt zur Nachahmung zu empfehlen, außer man verzichtet auf den finalen Anstieg und gibt sich mit dem letzten Buckel vorm Felsengrat zufrieden ( oder es liegt weniger Schnee und er ist zu Fuß übersteigbar !? )
-- Die abgegangene Lawine hat gigantische Ausmaße und hat den Ausgang des Vorderen Kessel sauber umgepfügt :

Der Anriss vom Kesseljoch bis zum Pitzenegg
 
-- Heute bei eher niedrigen Temperaturen und nach nächtlicher Abstrahlung hatten wir ein gutes Gefühl
-- Abfahrt kurz nach dem Mittagsläuten
-- Vom Gipfel bis zum Beginn des Haseltal war der Schnee super : Firn vom feinsten
-- Danach bis ins Tal sulzig aber gut fahrbar, hatte Schlimmeres erwartet
 
  
 
Gruß Daniel, in den Südhängen unterwegs mit Ralf, Eiko und Michi
 
Schee war's
 

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