B E R G H E I M A T

Samstag, 1. März 2014

Zettenkaiser W-Grat

Servus,
heute gings mal wieder zum Zettenkaiser, über den schönen Westgrat. Seit meiner letzten winterlichen Begehung sind ja doch schon wieder 4 Jahre vergangen - ' Wie die Zeit vergeht ! '. Gestartet sind wir am Parkplatz am Hintersteiner See ( Auffahrt von Scheffau ), dieser ist zur Zeit kostenfrei. 
 
Ein tolles Abenteuer
Über den aperen Wanderweg gings in Richtung ' Walleralm - Kaindlhütte '.
Nach erreichen der Freiflächen waren wir gleich an den netten Hütten unterhalb der Walleralm. 
 
Ein lauschiges Platzerl
Kurz danach begann der erste Schnee, doch Dank einer guten und festen Stapfspur gings recht flott bis zum kleinen Gipfel des Hocheggs ( Kreuz ). 


Am Hochegg 1470 m
Zu unserem Entsetzen mußten wir feststellen das eine ältere Spur hinauf in Richtung Grat führte, das hatte ich auch noch nicht erlebt - wer macht den solche Touren im Winter ? 
 
So geht es weiter
Trotzdem nahmen wir die Spur dankbar an ( sparte etwas unsere Kräfte ) ... 

...doch in ca. der Hälfte der Strecke zum Gratverlauf endete die Spur. 
?? Hatten wohl genug ?
So kamen wir doch noch zu unserem ' wühlen ' .... sonst wär uns ja was abgegangen. Teilweise gings ganz gut aber hin und wieder gab's Passagen ' zum Verzweifeln ... 

... grundloser pulvriger Schnee '. Aber Alles hat einmal ein Ende ... froh und durchgeschwitzt erreichten wir den Beginn des Grats zum Zettenkaiser ...

...  und die Sonne. Nach kurzer Stärkung ging es los. Vom Tal dachte man hier droben liegt kaum Schnee - weit gefehlt. So gings mit spuren und leichter Kletterei hinauf zur ersten Graterhebung. 




Erster Blick zu den 4 Zähnen und den weiteren Gratverlauf
Hier kurz südseitig eine Rinne hinunter ... 

... zuletzt noch eine plattige Steilstufe 
 
A bisserl delikat

Immer wieder tolle Ausblicke
und wir standen unterm ' ... Treichl Turm ' ( rot angeschrieben ), dieser ist der Erste der vier markanten Zähne. Hier holten wir unser Seil ( 60 Meter Halbseil ) heraus und sicherten die nächste Länge bis zum Stand vorm Zweiten Turm. 


Hier über das steile Schlingenwandl hinauf und weiter bis zum Abseilstand. 




Diesem spendierte ich eine neue zusätzliche Schlinge. Nach dem kurzen Abseilen kletterten wir am nächsten Turm westseitig empor um uns auf der anderen Seite nochmals kurz abzuseilen ( rote Schlinge hinterlassen ). 
 
Eiko packt das Seil nach der 2.ten Abseilstelle ein / ich spur schon mal voraus
Kurz danach erreichten wir den Normalweg von der Kaindlhütte ( Rot angeschrieben : Für Geübte ). 
 
Blick zurück - das Schwerste haben wir schon geschafft

Der Rest zum Gipfel / Normalweg ! ... zieht sich noch etwas
Nun folgten wir den roten Punkten bis zum Gipfel ... viel leichter wurde es wegen dem lockeren Schnees, trotz Steig nicht ! 
Am Ziel - hinten der Scheffauer

Eiko hat es auch gleich geschafft
Am Gipfel hielten wir uns nicht lange auf, den das Wetter verschlechterte sich zusehens von Norden, Westen und Süden ... und wir waren noch nicht auf sicherem Boden. 
 
Noch ein paar Schritte

Gipfelausblick ins grüne Tal
Also wieder ein Stück zurück ... bis zum Klemmblock ... hier links in die 2te Scharte westlich des Gipfels. Kurz unterhalb die erste Abseilstelle ... nun 2 x je 30 Meter abseilen durch die Rinne. 


Danach bindeten wir uns wieder an und kletterten rechts über brüchiges Band hinüber zur 3.ten Abseilstelle ( 2 Zwischenhaken ). 


Jetzt gings nochmal 2 x wieder je 30 Meter abwärts bis ins steile Schuttkar unter den prallen Südwänden. 

 Unten : Bild aus bergsteigen.com / unsere eingebohrte Winterabseilpiste ' h'blau '
Von der 2ten Scharte 2 mal 30 Meter abseilen durch Rinne / eine Quergangslänge ca. 20 Meter mit 2 ZH / nochmal 2 mal 30 Meter ins Kar // jeweils Bohrhaken mit Schlingen + Ösen !!


Hier packten wir alles zusammen und stapften den Schnee abwärts. Das Kar verengt sich und mündet in eine schneegefüllte Latschenrinne, diese verliert sich später in einem aperen Schuttkar. 



Immer gerade weglos hinunter bis man auf einen querlaufenden Steig ( führt zur Walleralm ) trifft. 


Diesem folgten wir kurz rechts in den Wald um kurz danach wieder weglos, steil abwärts zu steigen. So gings immer gerade ins Tal ... 2 querlaufende Forstwege überquerten wir ... und kamen genau am Parkplatz heraus.
 
Wieder im Tal - droben zieht es zu
-- Auch diese, meine inzwischen 7te Begehung bei winterlichen Bedingungen, war mal wieder eine tolle Tour
-- Zustieg ging dieses Jahr, bis auf den letzten Teil über dem Hochegg, recht gut
-- Die Schneemengen am Grat waren mehr als es von drunten aus dem Tal den Anschein hatte
-- Wir sicherten 2 Seillängen
-- Obacht auf zahlreiche Wechten
-- Lt. Gipfelbuch waren wir die Ersten seit Oktober 2013
-- Die Kurzski lohnen zur Zeit nicht / unnötige Schlepperei
-- Die von uns vor einigen Jahren eingebohrte Abseilpiste nach Süden ist noch TipTop in Schuß
INFO + TOPO zum Westgrat 

Gruß Daniel, im Wilden Kaiser mit Eiko

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